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Xiph – eine Pladoyer für offene Formate
Aktualisiert: 28.06.2009
Das offene Videoformat «Theora» nutzen
Sowohl das Audioformat «ogg vorbis» als auch das Videoformat «theora» werden von der Xiph.org Foundation betreut und permanent weiterentwickelt. Beide Format sind offen und unterliegen keinerlei Patenterechten wie dies zum Beispiel bei MP3-Format der Fall, wo dem Kunden beim Erweb eines Songs im MP3-Format oder eines MP3-Player unbemerkt ein nicht geringer Prozensatz des Kaufpreises als Entschädigung für Patente aus der Tasche gezogen wird.
Mit Hilfe des Programms «ffmpeg2theora» lassen sich diverse Videoformate in «Theora» umwandeln. Wie der Name schon sagt, liegt dem Tool das mächtige Werkzeug «ffmpeg» (siehe oben) zugrunde. Das Videoformat «Theora» reicht qualitativ inzwischen an andere Formate wie divx oder xvid heran. Mit folgendem Befehl wird irgendeine Videodatei mit der Voreinstellung pro (-p pro) und mit Überprüfung der Synchronstation von Bild und Ton (--sync) ins Videoformat «Theora» umgewandelt:
ffmpeg2theora videodatei -p pro --sync
Genau wie bei «ffmpeg» (sieh oben) sind auch bei «ffmpeg2theora» die Voreinstellungen äusserst nützlich. Die Option «pro» ergibt ein Video mit einer Grösse von 720x576, 25 fps, Qualität 7, Schärfe 0 und maximal zwei Audikanälen mit Qualität 3. Die Option «preview» hingegen ergibt ein Video mit einer Grösse von 384x288, 25 fps, Qualität 5, Schärfe 2 und maximal zwei Audiokanälen mit Qualität 1.
Das offene Format «ogg vorbis»
Sowohl das Audioformat «ogg vorbis» als auch das Videoformat «theora» werden von der Xiph.org Foundation betreut und permanent weiterentwickelt. Beide Format sind offen und unterliegen keinerlei Patenterechten wie dies z. B bei MP3-Format der Fall, wo dem Kunden beim Erweb eines Songs im MP3-Format oder eines MP3-Player unbemerkt ein nicht geringer Prozensatz des Kaufpreises als Entschädigung für Patente aus der Tasche gezogen wird. Hinzu kommt, dass das Audioformat «ogg vorbis» inzwischen qualitativ auf gleicher Ebene mit – wenn nicht sogar über – anderen proprietären Audioformaten mitspielt.
Hat man sich entschlossen, seine MP3-Sammlung ins offene Format OGG umwandeln, dann hilft das Programm «mp32ogg» weiter. Folgender Befehl wandelt alle Dateien im Ordner MP3-Ordner in OGG-Dateien mit 96 KBit/s (quality=2, genügt vollauf für ein gute Qualität) um und gibt dabei noch allerlei Informationen aus (--verbose). Noch mächtiger ist das Programm «dir2ogg», welches in der Lage ist, neben mp3 auch m4a (Apple), wmf (Windows) und wav zu konvertieren – und dies rekursiv (-r) durch einen Ordnerbaum (-d) hindurch und mit verschiedenen Qualitätsstufen (-q2). «dir2ogg» benötigt zu korreketen Umwandlung die Tools mpg123, faad und oggenc.
mp32ogg --quality=2 ordner dir2ogg -d -r -q2 ordner
Befinden sich in der Musikbibliothek Audiodateien mit unterschiedlicher Lautstärke, dann gibt es zwei Ansätze, diese Problem zu lösen. Zum einen bietet das OGG-Format die Möglichkeit, nachträgliche Änderungen (u. a. eben auch zur Lautstärke) als Metadaten in der Datei mitzuspeichern, wodurch ihr Originalzustand unberührt bleibt. Das Musik-Programm/-Gerät muss natürlich in der Lage sein, diese Angaben auszulesen und zu interpretieren, was bis heute noch nicht immer der Fall ist. Der andere, schlechtere Weg ist das neu kodieren der Datei mittels normalize-ogg, welches Teil des Paketes normalize-audio ist. Offensichtlicher Nachteil ist hier, dass die schon kompimierte Musikdatei entpackt und nochmals komprimiert wird.
Grosse, zusammenhängende Audiodateien lassen sich mit dem Tool «mp3splt» einfach in einzelne Dateien aufsplitten. Dies funktioniert mit der Option «-s», welche nach stummen Bereichen sucht und dort die Trennung anlegt, recht gut.
mp3splt -s
Musik auf der Kommandozeile wiedergeben
Zum Abspielen einer Sounddatei braucht es unter Linux nicht immer eine graphisches Tool wie «Rhytmbox» oder «QuodLibet», denn meistens genügt wie immer auch die Kommandozeile. Neben «mpg123» oder «ogg123» gibt es auch noch das mächtige «sox» (mit dem Frontend «play»), welches eine grosse Anzahl an Formaten versteht und ausgeben kann. Macht «play» dies meist ohne Zugabe von weiteren Parametern, muss «sox» noch die Art der Soundkarte und die Gerätedatei mitgegeben werden:
sox datei -t ossdps /dev/dsp

